Mehrwertsteuer anhand des Faktors

Lukander
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Mehrwertsteuer anhand des Faktors

Beitrag von Lukander »


Hallo meine Lieben,


ich habe mal wieder eine Idee die mir ganz gut gefällt, wie man mal gegen die Dumpingpreise angehen kann. Als ganz gutes Beispiel nehmen wir mal Propangasflaschen, da verkauft jemand mit Faktor 98 wodurch die Konkurrenten sehr stark beeinträchtigt sind! Mir kam nun die Idee das man es doch attraktiv machen kann, den Faktor so gering wie möglich zu halten. Man zahlt eine Mehrwertsteuer auf den einzelnen Verkauf anhand des Faktors in gleicher Höhe.


Verkauft man in einem Tick ein Produkt mit Faktor 60, zahlt man auf den Umsatz in diesem Tick, für dieses Produkt 60% MwSt.


Da ich meine eigenen Preise gut kenne, nehme ich diese mal als ein Beispiel.


Ich verkaufe meinen Wein für 7,50€ an die Kunden. Ich nehme die beiden extrem gegenüberliegenden Verkäufer mit dem höchsten und niedrigsten Faktor.


Ganymed 12€ bei Faktor 41,29
Gardner 15€ bei Faktor 15,88


Ganymed zahlt 41,29% MwSt pro Flasche, bei 12€ entspricht das 4,95€
Gardner zahlt 15,88% MwSt pro Flasche, bei 15€ entspricht das 2,38€


Rechnen wir den 7,50€ EK dazu


Ganymed 12,45€ Ausgaben
Gardner 9,88€ Ausgaben


Ganymed würde also 0,45€ pro Flasche verlieren, Gardner 2,38€ gewinnen. Und da sind die Personalkosten noch nicht inbegriffen.


Zweites Beispiel Bonbons, gehe ich hier mal von 3,50€ aus die ich nehme.


Bastileos 5,30€ bei Faktor 60,99
Bastileos 8€ bei Faktor 28.07


Bei 5,30€ zahlt er 3,23€ MwSt
Bei 8€ zahlt er 2,25€ MwSt


Rechnen wir den EK dazu


6,73€ Ausgaben
5,75€ Ausgaben


Beim einen verliert er 1,43€ pro Bonbon
Beim anderen gewinnt er 2,25€ pro Bonbon


Nun wäre es interessant wenn der ein oder andere das gleiche mit seinen Produkten machen kann, nur jeder selbst weiß für was er es an seine Kunden verkauft und dann anhand der Verkaufszahlen mal nach hohen und niedrigen Faktor sucht. Wie das bei den hochwertigen Artikeln aussehen würde die im hunderter Bereich oder so sind.


Damit die kleinen Spieler davon nicht beeinträchtigt werden kann man die MwSt ja auch erst ab 125 MIo. Firmenwert einführen.


Insgesamt finde ich das ziemlich sinnvoll um den hohen Faktor entgegen zu wirken, gleichzeitig bleibt aber auch die Freiheit den Preis zu gestalten wie man mag.
MaoMao
Beiträge: 136
Registriert: Fr 4. Aug 2017, 20:24

Beitrag von MaoMao »

Gute Idee. Bin sofort dabei





eXit
Beiträge: 692
Registriert: Mi 26. Jul 2017, 18:46

Beitrag von eXit »


Dann habe ich als 100% Selbstversorger den Vorteil, dass ich trotz hoher Steuer immer mehr Gewinn mach, auch wenn ich Dumpingpreise nehme! Die Konkurrenz zwinge ich dadurch zu niedrigeren Preisen, damit sie noch was verkaufen können aber durch den hohen Faktor keine Gewinne mehr machen werden.
Irgendwo hat es Morgi geschrieben, eine kleine Schraube drehen mit extrem großen nicht überschaubaren Folgen (Der Wortlaub ist nicht sinngemäß)!


Leute es wird immer Dumpingpreise geben und die Gründe dafür sind vielfältig und oft für Außenstehende nicht zu verstehen. Entweder mitgehen, dagegen halten oder ignorieren und seine Produktion anpassen oder denjenigen einfach mal anschreiben.

ID: 12343
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Lukander
Beiträge: 91
Registriert: Fr 28. Sep 2018, 20:38

Beitrag von Lukander »


Kannst du das mal mit Beispielen zeigen, also dein PP, VK und wie das aussehen würde?


Es bleibt auch dabei das der Spielspaß für viele nach und nach verloren geht, da gehöre ich auch dazu. Ich hab schon des öfteren drüber nachgedacht aufzuhören weil es mir einfach keinen Spaß mehr macht wenn ich sehe das ich Produkte nicht verkauft kriege weil andere mit 70 oder mehr Faktor verkaufen.
Ossi Osbourne
Beiträge: 657
Registriert: So 14. Jan 2018, 12:09

Beitrag von Ossi Osbourne »


Beispiel mein Haarspray


PP>>>> 3,23€
VK bei Faktor 75 wäre 12€
Wenn ich dich richtig verstehe möchtest du jetzt ein Meerschweinchen in Höhe des Faktors haben. Das wären dann 7,50€
12€-7,2€-3,23€=1,47€
Der Gewinn geht zwar runter, aber dann auch meine Lohnkosten und meine Steuerzahlungen womit am Ende dann doch wieder genug über bleibt.

Wem die Scheiße bis zum Hals steht, sollte nicht den Kopf hängen lassen

Behandele jedes Problem wie es ein Hund tun würde: Wenn du es nicht essen oder damit spielen kannst, dann pinkle drauf und geh weiter.

Morgenstern
Beiträge: 1617
Registriert: Sa 12. Aug 2017, 11:16

Beitrag von Morgenstern »



Irgendwo hat es Morgi geschrieben, eine kleine Schraube drehen mit extrem großen nicht überschaubaren Folgen (Der Wortlaub ist nicht sinngemäß)!
Schmetterlingseffekt, ne?


Ja, lassi Finga davon.


Herzallerliebster Lukander, dann prodde doch was anderes, wenn Deine Sachen nur mit Faktor 70+ verkäuflich sind. Ich würde nie auf die Idee kommen, sowas zu prodden.
LKW legen Eier. Und Pilzi hat am Frosch gelutscht.
Lukander
Beiträge: 91
Registriert: Fr 28. Sep 2018, 20:38

Beitrag von Lukander »

Es geht nicht um meine Produktion, sondern das ich keine Regale gefüllt kriege mit akzeptablen Artikeln.
eXit
Beiträge: 692
Registriert: Mi 26. Jul 2017, 18:46

Beitrag von eXit »


Es geht nicht um meine Produktion, sondern das ich keine Regale gefüllt kriege mit akzeptablen Artikeln.
Keine akzeptable Artikel für deine Regale Nun dann würde ich doch aber sagen das es nicht in erster Linie an der Preispolitik anderer Spieler liegt, sondern durchaus auch an deiner Einstellung zu akzeptablen Artikeln.


Kannst du das mal mit Beispielen zeigen, also dein PP, VK und wie das aussehen würde?
Du wolltest einen PP von mir. Egal welchen ich dir geben würde, du kannst keine Vergleiche zu anderen Spielern ziehen, weil du nicht weißt wie dieser PP entsteht. Du weißt nicht zu welchen Preisen ich intern versende und wo ich wie viel Gewinn mache. Also wären wir wieder so weit. ich drehe eine kleine Schraube mit unvorhersehbaren Folgen.




JugoProm GMBH hat massig Supermärkte, wenn er z.B. Sushi einstellt bleibt für andere nicht mehr viel Luft zum Atmen, also Preise massiv senken oder ein anderes Produkt wählen. Dann ist er mal wieder ein paar Tage nicht da, dann verdienst du dich dumm und dämlich mit Sushi. Also man muss flexibel sein oder es aussitzen können.


Die Marktsättigung ist das nächste Problem, je fetter der Markt ist desto schwerer ist es seine Ware loszuwerden. Also geht jeder den einfachsten Weg, nämlich über die Preissenkung und häufig ohne Rücksicht auf Verluste. Dann ist immer die Frage wie hoch die Schmerzgrenze ist, bevor ich ggf. meine Produktion umstelle oder meinem Lieferanten sage das ich nicht mehr soviel benötige.


Unterm Strich ist und bleibt es eine WiSim, die über viele Faktoren gesteuert wird. Und unterschiedliche Spieler verfolgen unterschiedliche Ziele, aber es immer wieder zu versuchen an der Mechanik rumzuspielen, um es leichter zu machen, ist doch wohl nicht der richtige Weg.

ID: 12343
eXit - Das autark geführte Traditionsunternehmen
Maske
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Registriert: So 10. Nov 2019, 15:38

Beitrag von Maske »


Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht, nur ist es dann keine Freie Marktwirtschaft mehr. Ja ich geb dir vollkommen Recht das einige hier Preise Aufrufen die sind echt wahnsinn. Ich war auch nicht immer besser wie ich zugeben muss aber auch ich lerne dazu und stellenach und nach Preise um. Aus Prinzip und aus überzeugung für mich selbst.


Leider wird man solch ein Faktor nie wirklich abstellen können vor allem weil es das Spiel auch zuläst.


Eine Idee die mir grade kommt ist es evtl. das Lev 0 Spieler höheren Faktor machen können und mit jeden Level sinkt der Max Faktor den man einstellen kann.


Bsp. Wein


Level 0 kann Faktor 90 Nehmen
level 1 nur noch 70
Level 2 noch 60
Level 3 noch 50
level 4 noch 40 und
Level 5 noch 30


Den ich gehe davon aus je länger man spielt umso mehr versteht man das alles. Einer auf level 1 und evtl noch 2 Will einfach nur verkaufen mit gewinn noch aber Menge ist wichtig. (ausnahmen soll es geben)
Ein Level 4 oder 5 Spieler sollte genung weitsicht haben das diese Taktik nicht dauerhaft gut ist. Warum das dann noch gemacht wird darüber will ich lieber nicht reden
Ossi Osbourne
Beiträge: 657
Registriert: So 14. Jan 2018, 12:09

Beitrag von Ossi Osbourne »

Man weiß ja nie den Grund der dahinter steht. Die einen wollen Marktführer werden, die anderen produzieren zu viel und andere einfach weil sie es können. Ich sehe das ähnlich wie eXit. Es ist ärgerlich und demotivierend, aber dann suche ich mir was anderes oder sitze das aus.

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