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Verfasst: Di 8. Mai 2018, 15:37
von Abdul
Hab ein Ofen als Heizung. Das kann im Winter schon mal nervig werden .. ein Standard-Baumarktofen. Metallöfen können zwar gut heizen, aber halten die Wärme nicht. Irgendwann arrangiert man sich mit den Temperaturen - am Ende vom Winter heize ich erst ab 15° Innentemperatur. Nicht, weil ich nicht genug Holz hab, sondern weil ich mich dann an die Kälte gewöhnt hab und einfach dicke Klamotten in der Wohnung trage.
Verfasst: Di 8. Mai 2018, 16:02
von Nionello
Ja geht bei uns auch so Abdul. Meistens hat man einfach eh schon etwas dickere Kleidung an, da braucht man nicht unbedingt so oft heizen mit dem Ofen. Nur der ältere ist eigentlich immer mal wieder in Betrieb im Winter, aber der neuere Kaminofen seltener.
Wo habt Ihr dann Eure Essgruppe, Nionello? Mit im größeren Wohnzimmer, oder passt sie in die Küche?
Man kann sowohl im Wohnzimmer selbst essen, als auch in der Küche. In dieser steht ein großer Tisch mit 2 Stühlen und einer Sitzbank, die noch von Zeiten der Großeltern stammen. Meist isst man dann im Wohnzimmer, oder ich auch mal am Schreibtisch, wenn ich nebenbei noch was machen muss.
Verfasst: Di 8. Mai 2018, 16:34
von Morgenstern
Meine Schwester hatte einen richtigen Kachelofen, und es war im Winter bitterkalt. Für mich wäre das nichts.
Bei uns wäre es etwas anderes, wir haben ja die Gaszentralheizung. Die schaltet sich nur ein, wenn die Temperatur im Wohnzimmer niedriger ist als die von uns eingestellte Wunschtemperatur. Je nachdem, wie potent der Kaminofen wäre, würde sie sich seltener oder gar nicht einschalten. Allerdings gäbe es dann im Bad eventuell ein Problem, denn in allen anderen Räumen wird nur geheizt, wenn im Wohnzimmer auch geheizt wird. Aber wenn so ein Ofen, wie marco ihn hat, im Wohnzimmer 26 Grad schafft, müsste man ja nur die Badezimmertür offen lassen.
Ach, Ihr esst meistens im Wohnzimmer? Ich nehme an, wenn ich in der Küche essen könnte, würde ich es machen, außer, wir haben Gäste, oder ich will beim Essen fernsehen. *sollmanjanicht,machichtrotzdem*
Verfasst: Di 8. Mai 2018, 16:50
von Nionello
Ja, ist noch eine alte Gewohnheit als der Opa noch lebte. Da haben wir auch immer zusammen im Wohnzimmer gegessen. Das hat sich so eingeschleicht und beibehalten haben wir es dann auch so. Nur wenn der Freund meiner Schwester da ist, so essen die beiden in der Küche ganz gerne mal. Gang gang früher, als wir noch woanders wohnten und ich noch zur Schule ging (Grundschule) sind wir manchmal hier zu den Großeltern und haben gegessen, das war dann in der damaligen zweiten Küche im Keller. (Heute der Waschraum) Da mein Opa auch im Garten selbst viel anpflanzte. Ich erinnere mich noch an Rhabarber, Kartoffeln und so. Heute nur noch Blümchen.
Auch wenn wir 2 Öfen haben, so läuft die Zentralheizung eher. Leider sind die Öfen wie angesprochen nicht so "stark" das das gesamte Obergeschoss beheizt werden kann, oder der Standort des Ofens selbst ist etwas ungünstig und kann leider nicht geändert werden. selbst wenn, die Türen beider Schlafzimmer sind immer zu, also die Zentralheizung müsste trotzdem laufen. Wären aber nur die einzigen Ausnahmen ...
Verfasst: Di 8. Mai 2018, 18:28
von Morgenstern
Ah, war die damalige Küche im Keller dazu da, direkt Obst und Gemüse einzumachen? Mit so einem großen Einmachkessel? Mein Opa väterlicherseits hatte einen Schrebergarten, und als ich ein kleines Kind war, hat meine Mutter eingemacht wie ein Weltmeister. Und Apfelmus gekocht. Sie bekam bei jedem Besuch ein paar Pflaumen oder Äpfel oder Stachelbeeren - oh, da fehlt was. Eimer voll.
Wegen unseres Temperaturfühlers im Wohnzimmer würde das selektive Heizen in geschlossenen Schlafzimmern nicht funzen. Aber je nachdem, wie die Zentralheizung eingestellt ist, kann man es durch Auf- und Abdrehen von Heizkörpern regulieren. Bei meinen Eltern würde das funzen, weil sie einen Außenfühler haben. Bei uns spürt das System, dass im Wohnzimmer die Temperatur erreicht ist, und heizt dann gar nicht.
Verfasst: Di 8. Mai 2018, 20:09
von Nionello
Oh jeh, das weiß ich nicht. Jedenfalls kann ich mich nur noch daran erinnern, dass dort oft gekocht wurde und gegessen, danach abgewaschen. War auch sehr jung damals, und dann starb meine Oma ja leider sehr früh (wie ich finde) und dann ging alles eben mit der Zeit verloren - leider.
Wir hatten mal Birnen, der Baum ist aber nicht mehr. Sonst ist in der Nachbarschaft viel los. Kirschen, Pflaumen, Äpfel, Erdbeeren, wir haben noch paar Sträucher Johannisbeeren und kleine süße Walderdbeeren.
Wir haben auch einen Außenfühler, das mit dem Innenfühler weiß ich erst, seit du es erwähnt hast.
Verfasst: Di 8. Mai 2018, 22:51
von Morgenstern
Ich habe mich gefragt, wozu man eine zweite Küche im Keller braucht, wenn man eine Erstküche hat, und dann dachte ich im Zusammenhang mit den nutzgärtnerischen Aktivitäten so.
Ist Deine Oma vor Deinem Opa gestorben? (Ungewöhnlich.) Wie jung war sie denn? Meinen Opa mütterlicherseits durfte ich nicht lange erleben, meinen Opa väterlicherseits immerhin, bis ich 15 war. Der war so lieb. Und er ist immerhin 78 geworden. Meine Oma väterlicherseits mindestens 78. Ich kann mir ihr Geburtsjahr nicht merken, habe letztens noch meine Mutter gefragt. Als sie starb, war ich ungefähr so alt wie Du jetzt. Meine Oma mütterlicherseits ist kurz vor ihrem 90. Geburtstag gestorben. Sie war am wichtigsten für uns, obwohl es wirklich nicht leicht mit ihr war. Sie war die Art Frau, die prima mit Babies und Kleinkindern zurechtkommt, aber den Daumen drauf haben will, wenn die Kinder sich zu Teenagern oder gar zu Erwachsenen entwickeln. Mit ihren eigenen Kindern ging es irgendwie, aber mit ihren Enkeln nicht so.
Wie war es bei Dir? Nach dem, was Du geschrieben hast, konntest Du zu Deinen Großeltern zu Fuß gehen, und es war Dein zweites Zuhause dort, ja? So richtig kuschi.
Verfasst: Mi 9. Mai 2018, 10:41
von Nionello
Ich denke, war so, dass die untere größere Küche dafür gedacht war, dass man dort zusammen kochen und essen kann, also wenn wir zu Besuch waren. Die obige Küche ist kleiner und daher nicht so gut geeignet für das gemeinsame kochen. Mal meine Vermutung, aber genau weiß ich es auch nicht
Ja meine Oma starb leider zuerst. War noch letztens auf dem Friedhof. Gestorben ist sie 2003 nach langer Krankheit, die sie hatte. Ich war erst fast 8, als die Nachricht uns überbracht wurde, meine ältere Schwester war 11. Meine Oma hatte ... wie heißt es noch gleich ... glaube Parkinson. Erinnere mich noch an ein paar Zeiten mit Ihr, sie musste immer Tabletten nehmen, die sie oft mit Joghurt oder Saft (oft war es Punika, die hatten damals eine Sammelaktion (wie heute andere Marken auch oft) und weil meine Oma den immer getrunken hat, hatte man da mitgemacht und dann einen kleinen Plüsch-Bernadiener zu bekommen. Den habe ich bis heute als beste Erinnerung an Sie auf dem Nachttisch stehen!). Lediglich 57 Jahre wurde sie alt.
Nach Ihrem Tod sind wir dann zu Opa ins größere Haus gezogen, sonst wäre er nur alleine gewesen. Er hat sich schon gehen gelassen. Vor ... lass mich lügen ... 4 oder 5 Jahren verstarb er plötzlich bei Nacht. Daran erinnere ich mich noch sehr, es war eine ... merkwürdige Nacht. Wie alt er wurde, kann ich nicht genau sagen, aber älter als meine Oma denke ich schon.
Leider erinnere ich mich nur an ein paar Augenblicke mit Ihnen, auch wenn die Zeit mit Opa länger war. Was Erinnerungen anbelangt habe ich immer nur Bruchstücke im Bewusstsein, alles andere ist tiefer begraben, wie ich so sage.
Meine Großeltern wohnten nicht weit weg und wir sind immer mal wieder direkt von der örtlichen Grundschule direkt zu ihnen zum essen gegangen. Ich bin heute noch sehr froh darüber, dass sie nicht weit weg wohnten. Oft waren wir da und es war immer ganz schön.
Verfasst: Mi 9. Mai 2018, 21:13
von Morgenstern
Wir haben auch viel von unseren Großeltern gehabt. Bis auf den Opa mütterlicherseits, der nicht mal 60 geworden ist. Als er gestorben ist, war ich 4 oder 5. Meine Oma war dann ganz oft bei uns, und sie ist auch viele Jahre mit uns in den Urlaub gefahren. Auch, nachdem wir nach Berlin gezogen sind, war sie alle paar Monate ein paar Wochen bei uns. Sie war nie "Gast", im Gegenteil zu meinen Großeltern väterlicherseits. Wenn sie da war, hat sie oft gekocht und gebügelt, uns die Pausenbrote gemacht und mit uns die Weihnachtsplätzchen gebacken. Das war viel schöner als mit unsererer Mutter, denn bei dieser musste es zack-zack gehen, und wir durften nur die einfachsten Hilfsarbeiten machen, um nicht zu stören. Nicht sowas Schönes wie Plätzchen ausstechen wie bei unsererer Oma. Komisch eigentlich - hätte meine Mutter jedem einfach einen Klumpen Teig gegeben und uns an den Küchentisch gesetzt, wäre alles gut gewesen. Na ja, muss ich nicht verstehen.
Dein Opa wird schon älter geworden sein als Deine Oma, wenn er 10 Jahre später gestorben ist. Es ist ja immer noch nicht üblich, dass eine Frau einen 10 Jahre jüngeren Mann heiratet. Schön, dass Ihr bei ihm gewohnt habt. Und schön, dass er es auch wollte.
Meine Schwiegermutter ist leider auch mit 59 schon gestorben. Mein Schwiegervater, der dieses Jahr 80 geworden ist, hat seine beiden ältesten Söhne bei sich im Haus, und die anderen wohnen alle so nah, dass sie auch für ein paar Stunden rüberfahren können. Er hat 6 Söhne und eine Tochter und inzwischen 6 Enkel und 2 Enkelinnen. Wir fahren immer am 1. Weihnachtstag für ein paar Tage hin und meistens auch Ostern.
Hihi, ich habe 8 Neffen und 3 Nichten, meine Schwester hat 2 Söhne und eine Tochter. Also achtfacher Onkel und dreifache Tante.
Verfasst: Mi 9. Mai 2018, 21:50
von Nionello
Wow, das nenne ich mal große Verwandschaft/Familie
bei uns ist es ... überschaubar. Leider kenne ich viele Verhältnisse gar nicht mal so und wenn, dann eher beschaulich. Obwohl ich sagen muss, ich würde sehr gerne mal mehr in Erfahrung bringen. Habe mich erst die Tage wieder gefragt, es kam mir einfach so in den Sinn, wie so oft bei manchen Dingen , wie es eigentlich mit unserer Familie bestellt ist. Wo kommt man her und was haben die Vorfahren so gemacht etc.
Ich finde es immer ganz schön, wenn die Verwandschaft, gerade wenn man selbst alt ist oder jemand anderes, nicht weit weg ist und man sich öfter mal sieht - evtl. sogar mit dabei wohnt. Gerade im Alter ist Gesellschaft ein sehr wichtiger Lebensteil, wie ich finde.
Kenne nur die Großeltern mütterlicherseits. Seitens meines Vaters (sein Vater ist bereits verstorben, die Mutter noch am leben) kenne ich sie nicht wirklich, was aber eher daran lag, dass diese 1. weit weg wohnten und 2. das Verhältnis alles andere als gut war. Beide sind auch nie wirklich da gewesen, als wir noch im alten Haus wohnten. Zu Besuch kam man nicht wirklich. Auch wenn ich heute die Möglichkeit hätte die Oma väterlicherseits kennenzulernen, würde ich es nicht wirklich wollen - so hart es klingt. Aber dafür hat man zu viel versäumt und wie gesagt ist das Verhältnis einfach schwer verletzt. Auch wenn sie sich mal durch Telefonate mit meinem Vater über mich mal erkundigt hat ... richtiges "kennenelrnen wollen" besteht einfach nicht.
Ach ja, bei diesen Erzählungen merkt man doch schnell, wie die Zeit vergeht, ohne, dass man es so richtig merkt.